3. Mai 2016

Travel: One day in Bangkok

Endlich ist mein Laptop wieder Viren-/Malware-frei :)
Und daher kommt hier endlich der erste Bericht zu meiner Reise nach Thailand...

Am 19.03. machten wir uns mit dem Flixbus auf den Weg von Salzburg zum Flughafen München. Dort startete um ca. 20 Uhr unser Flieger, der uns über Rom und Abu Dhabi nach Bangkok brachte.




In Bangkok landeten wir einen Tag später ebenfalls am Abend, was sich als Vor- und Nachteil herausstellte :)
Nachteil: man kann am ersten Tag nichts mehr unternehmen und verliert dadurch natürlich wertvolle Zeit, außerdem irrten wir im Finstern in der mehr als riesigen Großstadt herum um unser Hotel zu finden (extrem schlechte Straßenbeschilderung).
Vorteil: man kann nach der langen Anreise sofort ins Bett fallen und muss nicht noch Stunden wach bleiben, um dem Jetlag entgegenzuwirken.

Bangkok ist laut, voller Gerüche, wahnsinnig lebendig und Reizüberflutung pur. Wer schon mal in Bangkok war, weiß wovon ich hier spreche :)
Wir verbrachten die ersten beiden Nächte im Hotel "The Grand Sathorn", das von der Lage her zwar nicht zentral, aber recht praktisch liegt. Wenige Gehminuten vom Skytrain und von den Taxi-Booten am Chao Phraya entfernt, ist das Hotel eine gute Ausgangslage um Bangkok zu entdecken. Außerdem liegt eine Querstraße weiter das Hotel, in dessen Rooftop Bar bereits Szenen von Hangover II gedreht wurden.


21. März: Pünktlich um 08:30 Uhr starteten wir die Tour "Bangkok für Neugierige", die ich im Vorfeld über die Agentur "Green Mango" (sehr empfehlenswert!) gebucht hatte. Wir hatten Glück und erwischten eine kleine Gruppe mit nur 8 Teilnehmern. Zuerst fuhren wir mit dem Taxi-Boot von "Sathorn-Taksin" zur Haltestelle "Tha Tien". Nach einem kurzen Abstecher auf den Tha Tien Market, besichtigten wir die Tempelanlage "Wat Pho". Ich war total fasziniert von den vielen goldenen Statuen, bunten Türmchen (Chedis genannt) und Gebäuden, die sich so sehr von den Tempeln in Bali unterscheiden. Außerdem findet man hier den berühmten liegenden Buddha, den man sehr oft automatisch mit Bangkok verbindet. Achtung: hier dürfen Damen nur mit bedeckten Knien und Schultern rein, in den Tempelgebäuden selbst muss man die Schuhe ausziehen!




 

Nach einer kurzen Führung über das Gelände, gingen wir durch eine Siedlung, die von Mönchen bewohnt wird. Anschließend besuchten wir den "Pak Khlong Talat", eine große Halle in dem sich ein Blumenmarkt befindet. Es ist der größte Blumenmarkt in Bangkok und für die Thais sehr wichtig, da Blumen für Opfergaben in Tempeln und als Schmuck für Schreine verwendet werden. Am Rückspiegel befestigt sollen die Blumenketten Schutz und Glück bringen, auch werden sie bei Feierlichkeiten als Geschenk übergeben.



Anschließend kehrten wir in eine Thai-Suppenküche ein und bekamen als zweites Frühstück eine Suppe mit Schweinefleisch und Nudeln, bevor wir uns wieder auf den Weg machten.


Nach einer kurzen, holprigen Busfahrt kamen wir am Königspalast an. Der Palast war sehr gut besucht, daher herrschte hier leider dichtes Gedränge. Auch hier sah man viele bunte, schon fast kitschige Gebäude, die aber ebenfalls sehr eindrucktsvoll waren. Hier konnten wir das Gelände ein wenig auf eigene Faust erkunden. Achtung: hier dürfen Damen nur mit bedeckten Knien und langärmligen Top rein, ein Tuch reicht hier nicht! Auch Herren müssen hier lange Hosen anhaben, die aber vor dem Palast gegen eine kleine Gebühr geliehen werden können. In den Gebäuden selbst muss man die Schuhe ausziehen!


Danach fuhren wir mit dem Boot wieder über den Chao Phraya, um dort ein Restaurant mit Blick auf den Fluss zu besuchen. Dort bekamen wir viele unterschiedliche Gerichte serviert, die wir probieren konnten. Nach ein paar davon konnte ich praktisch Feuer speien, da die Thais oft sehr, und ich meine wirklich SEHR, scharf kochen :)


Kurz darauf hielt unser Guide zwei Tuktuks an, die uns zum "Wat Arun", dem Tempel der Morgenröte, brachten. Viele der Tuktuks sind kunstvoll (bzw. kitschig) bemalt oder geschmückt und kurven in halsbrecherischem Tempo durch die Straßen.


Leider wurde der Wat Arun zum Zeitpunkt unseres Besuchs gerade renoviert und war daher teilweise in Baugerüste gehüllt und man konnte den Turm nicht erklimmen (Fertigstellung soll Ende 2016 sein). Trotzdem war ich, wie schon bei den Bauwerken zuvor, überwältigt von der Architektur und den feinen Verzierungen. Achtung: auch hier dürfen Damen nur mit bedeckten Knien und Schultern rein.


Nach einem kleinen Rundgang brachte uns der Guide wieder zurück an den Ausgangspunkt unserer Bangkok Tour. Da es gerade mal 15 Uhr war, beschlossen wir die letzten Sonnenstunden (in Thailand geht die Sonne recht bald unter!) im Rooftop-Pool unseres Hotels zu verbringen.


Später am Abend machten wir uns fertig und spazierten zum oben bereits erwähnten Hotel, in dem Teile von Hangover II gedreht wurden, dem "Lebua at State Tower". Da das Hotel und die Restaurants sehr schick und luxuriös sind, sollte man auch auf passende Kleidung achten. Entspricht sie nicht der Kleiderordnung, wird man von der Security noch im Erdgeschoss abgefangen. Im 64. Stock angekommen, wurden wir direkt in den Bar-Bereich gelotst, wo wir glücklicherweise einen Sitzplatz direkt am Geländer ergattern konnten. Die Aussicht war wirklich, wirklich atemberaubend! Die Preise der Getränke waren allerdings dafür auch wirklich, wirklich hoch! Wir entschieden uns für den eigens für die Filmcrew kreierten Cocktail "Hangovertini", der zufällig einer der günstigeren auf der Karte war (ca. 15 Euro inkl. Service und Steuer). Wir genossen die gemütliche Lounge, den ausgezeichneten Cocktail und die Wahnsinnsaussicht, allerdings war ich etwas irritiert, weil die Terrasse anders aussah als im Film. Daher sahen wir uns vorm Gehen noch etwas um und entdeckten die eigentliche, viel größere Bar bzw. das Restaurant "Sirocco" auf der anderen Seite des Gebäudes. Leider war hier das Fotografieren kaum erlaubt, damit die Gäste des Restaurants nicht gestört werden.


Im Anschluss aßen wir in einem Lokal unweit unseres Hotel zu Abend. Ich bestellte die Suppe "Tom Kha Gai", die ich bereits beim Thailänder in Salzburg kennen und lieben gelernt hatte. Und wieder verliebte ich mich in die Suppe, die aus feiner Kokosmilch, zartem Hühnerfleisch und Gemüse besteht. Später fuhren wir nochmals auf das Dach unseres Hotels und fotografierten noch ein wenig, bevor wir wieder ins Bett fielen. Am nächsten Tag wollten wir nach Koh Samui weiterfliegen und der Flieger startete bereits um 08:00 Uhr morgens.


Es war ein wahnsinnig anstrengender Tag, allerdings haben wir Bangkoks Hauptattraktionen (aka Touri-Magneten) besucht, die man aber bei einem ersten Besuch in der Millionenstadt schon gesehen haben sollte. Daher bleibt dieses Programm auch meine Empfehlung, falls man in Bangkok nicht so viel Zeit eingeplant hat. Die Tour-Agentur "Green Mango" kann ich anstandslos weiterempfehlen, sie bietet auch noch viele anderen Touren an. Sollten wir nochmal nach Bangkok kommen, werden wir hier bestimmt wieder etwas buchen.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch für die schlechte Qualität meiner Fotos entschuldigen. Ich hab leider keine Ahnung, warum sie teilweise so verschwommen sind. Ich denke, man erkennt die Schönheit Bangkoks trotzdem darauf :)

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