23. November 2014

~~ BALI - die Insel der Götter ~~ Traveldiary

Heute möchte ich euch den ersten Abend und einen Teil unseres ersten Tages unserer Reise zeigen. Mein Freund und ich waren im Mai/Juni 3 Wochen auf Bali und es war eine der traumhaftesten Reisen meines Lebens. Die Landschaften, die Kultur, die Menschen und die Religion - einfach überwältigend. Es war für uns beide der erste Abstecher in die östliche Richtung und daher war sehr vieles komplett neu für uns.

Willkommensdrink

Wir entschieden uns dafür, über Erlebe Fernreisen eine individuelle Rundreise zu buchen. Wir würden in Ubud im Landesinneren starten, dann weiterfahren nach Tirta Gangga, einem Wasserpalast, danach planten wir 3 Nächte an den schwarzen Stränden von Lovina. Darauffolgend würden wir wieder ins Landesinnere nach Munduk fahren. Daraufhin würden wird wieder an den Strand düsen, dieses Mal nach Sanur.Von dort aus würde es mit dem Speedboat weitergehen auf die kleine Insel Nusa Lembongan, im Südosten von Bali. Nach 3 Nächten würden wir wieder zurück aufs Festland fahren um die letzten beiden Tage in Jimbaran anzutreten. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, aber unser Motto lautet: "wenn schon, denn schon" :) Am 30. Mai 2014 gings los...

Nach ca. 21 Stunden Anreise (von München nach Doha/Qatar und dann über Singapur/Malaysia nach Denpasar/Bali/Indonesien) waren wir fix und fertig und sehr froh, als wir nach ca. 45 Minuten Fahrt unser Hotel erreichten. Die ersten beiden Nächte verbrachten wir im Hotel Green Field Ubud, welches recht zentral und doch direkt an den Reisfeldern liegt. Nach einen schmackhaften Willkommensdrink, der uns auf unserer Terrasse serviert wurde, machten wir uns noch auf eine kurze Erkundungstour durchs Hotel und ein kleines Lokal nebenan. Leider war um 23 Uhr balinesischer Zeit nicht mehr viel los und so verzogen wir uns dann glücklich aufs Zimmer.


Am nächsten Tag mussten wir bald aufstehen, denn wir hatten gleich für den ersten Tag einen Ausflug gebucht. Trotzdem habe ich noch einen Sprung ins erfrischende Nass gewagt und das köstliche Frühstück (die besten Früchte meines Lebens) genossen. Hier ein paar Fotos zum ersten Tag:

Hotelpool
Blick von unserer Terrasse
Fenster unseres Hotelzimmers
unser Hotelpool mit Blick auf die Reisfelder

Nach dem Frühstück brachen wir gemeinsam mit unserem balinesischen Führer I Wayan auf um die wunderschöne Gegend rund um Ubud zu entdecken. Er erzählte uns wirklich viele interessante Dinge über Bali, den Hinduismus und vieles mehr; ich wusste voher zB nicht, wieviele interessante Details es zu Reis gibt: normaler Reis kann 2x im Jahr angebaut und geerntet werden, während genmanipulierter 3x im Jahr geerntet werden kann. Es gibt weißen, roten und schwarzen Reis. Reis ist das Grundnahrungsmittel in Bali, es wird in der Früh ein großer Topf gekocht und die ganze Familie (meistens mehrere Generationen) isst dann 3-4x am Tag davon. Der Anbau bedeutet sehr harte Arbeit. Zuerst muss der Boden durchgeackert werden, da das Reispflänzchen nicht direkt in das geflutete Feld gesetzt werden kann. Nach dem Pflügen wird jedes Pflänzchen einzeln und händisch (!) eingesetzt. Sobald der Reis reif ist um geerntet zu werden, schneiden die Bauern jede Pflanze mit einer kleinen Sichel ab, also wieder händisch. Die geschnitteten Reispflanzen werden zu Büscheln gebunden und etwas getrocknet. Dann werden diese Büschel auf ein Gitter geschlagen um den Reis von der Pflanze zu trennen. Die so gewonnen Reispflanzen werden nun ausgebreitet und nochmals getrocknet. Dann ist der Reis endlich so weit um weiterverarbeitet zu werden...

Reisfelder rund um Ubud
auf diesen Feldern ist der Reis noch sehr jung



ein traditionelles balinesisches Dorf festlich dekoriert
ein Bauer, der sein Reisfeld umackert
Nach der Besichtigung der Reisfelder führte uns der Weg weiter zum Tempel Gunung Kawi, auch Königsgräber genannt. Wir erfuhren sehr viel über den Tempel, zb. auch, dass hier gar keine Könige begraben sind, die Tempelanlage schon wahnsinnig alt ist (ca. 900 Jahre) und auch allgemeine Verhaltensregeln in Tempeln. Man darf Tempel nur betreten, wenn man einen Sarong (ein Tuch, das um die Hüfte geschlungen wird) trägt, manche Bereiche darf man nur barfuß betreten und Frauen dürfen Tempel nicht betreten, wenn sie gerade ihre Menstruation haben.


hier ist der Reis bald reif zum Ernten
geerntete Reis-Büschel
die Farben des Reises sind auch schon an der Pflanze erkennbar: weiß, rot und schwarz
der Tempel Kuil Gunung Kawi
eine Zeremonie
Opfergaben
Königsgräber

Wir hatten Glück, denn in dem Tempel fand gerade eine Zeremonie statt, so konnten wir die religiösen Gewohnheiten gleich am ersten Tag hautnah beobachten. Nach der Feier konnten wir noch ungestört die Tempelanlage besichtigen und lernten noch etwas über einen wichtigen Bestandteil des balinesischen Alltags - über die Opfergaben. Bali wird nicht umsonst die Insel der 1000 Tempel genannt. Jedes Gebäude muss einen Haustempel und jeder Ort mehrere Ortstempel haben. Zusätzlich dazu gibt es dann noch weitere größere Tempel über die gesamte Insel verteilt und einen Muttertempel. Jeden Tag müssen die Frauen aus jungen Palmblättern und Blumen kleine Schüsseln und Körbchen basteln, die sie opfern. Dazu legen sie die Opfergaben zu Tempeln, auf Mauern oder auf den Boden und bestücken das Schälchen mit Reis, Süßigkeiten oder auch einer Tasse Kaffee. Gerade auf der Straße muss man sehr aufpassen, um nicht auf eine der Opfergaben zu treten.

Unser nächster Stop war ein Park, in dem man verschiedene Obst-, Gemüse-, Gewürz-, Kaffee- und Teesorten ansehen und verkosten konnte. Sie hatten auch Luwak (Schleich)Katzen, die den teuersten Kaffee der Welt "produzieren". Die Tiere bekommen nur Kaffeebohnen zu fressen, die sie als ganzes wieder ausscheiden. Die Bohnen werden dann gereinigt, geröstet und gemahlen. Wir haben den Luwak-Kaffee, zusätzlich zu anderen Kaffees und Tees, verkostet und ich muss sagen, mein Fall ist es nicht. Aber ich bin halt auch die typische Cafe Latte-Trinkerin ;) Außerdem tun mir die süßen kleinen Viecherl wahnsinnig leid, die einzeln eingesperrt in leeren Käfigen ihr jämmerliches Dasein fristen.
 
Kaffeebohnen, rot = reif
Luwak-Katze
Baby-Ananas
ausgeschiedene Bohnen der Luwak-Katze
Verkostung verschiedener Tees und Kaffees wie zB. Mangosteen Tee und Kokos Kaffee
Luwak Kaffee
unser Guide I Wayan
Papaya Baum
Snakeskin Fruit
Im nächsten  Blogpost zu Bali erfahrt ihr, was wir an diesem Tag noch so alles gemacht haben. Leider (oder eigentlich glücklicherweise) haben wir an dem Tag soooo viel Neues entdeckt, sodass dieser Post viel zu lange werden würde, würde ich alles auf einmal erzählen :) also Fortsetzung folgt!!




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